Ja, Google weiß eine ganze Menge über uns und einige haben gar keine so rechte Vorstellung, was alles über uns bekannt ist. Viele finden es erschreckend, was Suchmaschinen und Onlinedienste an Informationen über uns horten. Auf der anderen Seite wollen wir aber auch, dass Services immer besser, Informationen immer passender und die angebotenen Dienste auf uns zugeschnitten sind. All das hat dann natürlich seinen Preis und der lautet in diesem Fall dann halt „Informationen“. Oder anders ausgedrückt: „Wenn das Produkt kostenlos ist, ist der Nutzer die Ware“. Wir profitieren dann in sofern davon, als dass Produkte nichts kosten und die Informationen dazu beitragen, einen besseren Service zu erhalten. Sei es in Form von besseren und passenderen Suchergebnissen, empfohlenen Liedern und einem Newsfeed.

Wer nun wie viel an persönlichen Informationen preisgeben möchte, liegt im Ermessen des Einzelnen. Es kann aber so oder so nicht schaden, gelegentlich Mal einen Blick auf das zu werfen, was da so alles über die eigene Person auf fremden Servern liegt. Google selbst bietet Nutzern hier eine ganze Reihe an Möglichkeiten und genau die möchte ich euch nun kurz vorstellen.

Wie Google dich sieht und einschätzt

Damit Suchmaschine dich mit (relativ) passender Werbung versorgen kann, ist es notwendig, ein Profil von dir zu erstellen. Zumindest sieht Google das so. Hier werden die bekannten Daten von dir gesammelt. Dein Alter, Vorlieben, Geschlecht, Sprache und alles andere, was in ein solches Profil gehört. Aufrufen kannst du das alles hier.
https://www.google.com/ads/preferences/
Dein Standortverlauf

Falls du ein Android Smartphone oder Tablet verwendest, ist es sehr gut möglich, dass der Standortverlauf aktiviert ist und Daten über deine Position gesendet werden. Hier kannst du deinen eigenen Standortverlauf einsehen:
https://maps.google.com/locationhistory

Dein Suchverlauf

Wann immer du Google bemühst, um etwas im Internet zu finden, wird diese Suchanfrage gespeichert. Selbiges gilt auch, wenn du auf einen Werbebanner von Google klickst. Den gesamten Verlauf kannst du hier einsehen:

https://history.google.com

Welche Geräte haben Zugriff auf dein Konto?

Zugegeben, hier geht es weniger darum, was Suchmaschine über dich weiß. Trotzdem empfehle ich, regelmäßig einen Blick darauf zu werfen, wer oder was so alles Zugriff auf deinen Account hat. Ein fremder Rechner oder ein unbekanntes Gerät dabei? Dann direkt den Zugriff entziehen. Neben den Geräten selbst siehst du auch die betreffenden IP-Adressen und den ungefähren Standort:

https://security.google.com/settings/security/activity
Welche Apps, Programme und Erweiterungen haben Zugriff auf deine Daten?

In dieser Liste siehst du alles, was Zugriff auf irgendwelche deiner bei Google gespeicherten Daten hat. Mails, Kalender, Dokumente, etc. Du kannst hier genau sehen, welche Rechte eingeräumt wurden und diese bei Bedarf auch wieder entziehen.

https://security.google.com/settings/security/permissions
Alle Daten exportieren

Wenn du die Links durchgegangen bist, wirst du unter Umständen festgestellt haben, dass Suchmaschine eine ganze Menge Informationen von dir und über dich gespeichert hat. Bei einigen (oder auch mehreren) soll das auch so sein. Trotzdem kann es nicht schaden, vorbereitet zu sein und regelmäßig Sicherungen herunterzuladen. Google bietet auch dafür ein Tool, um bspw. Lesezeichen, Mails, Kontakte, Dokumente, Profilinformationen, Videos oder Fotos zu exportieren. Das Ganze nennt sich Google Takeout und ist hier zu finden:

https://www.google.com/takeout
Google Takeout

Mit all diesen Informationen und den genannten Links sollte es dir nun etwas leichter fallen, die Informationen einzusehen, die Suchmaschine über dich abspeichert. Aber auch der Zugriff durch dich, deine Geräte und möglicherweise ungewollter Dritter kann so im Auge behalten werden. Und Backups schaden sowieso nicht und sollten angelegt werden, bevor man sie benötigt.

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