Noten bzw. Notenvergabe. Pädagogen von heute haben es schon nicht leicht: Gelangweilte, aggressive, über- oder unterforderte Kinder, genervte Eltern, von denen viele die Erziehung und Wertevermittlung des produzierten Nachwuchses den Lehrkräften überlassen und ein gesellschaftlicher Ruf, der auch nicht mehr das ist, was er mal war. Aber wer denkt, dass diese Aufzählung abschließend ist und jetzt alle Probleme einer Lehrerin oder eines Lehrers offenbart worden sind, liegt falsch.

Namen beeinflussen die Noten bzw. Notenvergabe

Denn aus einer Studie über die Beeinflussung einer Lehrkraft bei der Notenvergabe allein durch den Namen des Schulkindes kam beachtliches heraus. In dem Test sind den Lehrkraft Probanden identische Aufsätze mit unterschiedlichen Namen zur Bewertung vorgelegt worden. Ergebnis: Der Aufsatz von Kevin ist deutlich schlechter ausgefallen, als der gleichlautende Aufsatz von Maximilian. Woran liegt das? An den allseits beliebten Vorurteilen. Es gibt negativ und positiv behaftete Namen. Und anscheinend fließt das unterbewusst auch in die Benotung in der Schule – hier Grundschule – ein.

Auch hat sich herausgestellt, dass sich die Namen Beeinflussung fast ausschließlich auf die XY – Chromosomenträger beschränkt. Insgesamt sollen Jungs also durchschnittlich negativer von Lehrerinnen und Lehrern betrachtet werden als Mädchen. Und so schlussfolgert die Wissenschaft aus der Studie weiter, dass der Leistungs- und Qualitätsunterschied zwischen den Geschlechtern vielleicht nur in den Köpfen der Lehrkräfte existiert.

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